Jeder, der Spaß und Lust an gemeinsamer Zeit mit Pferden am Boden hat. Bodenarbeit bietet vielseitige Möglichkeiten und verfeinert die Kommunikation mit deinem Pferd – egal ob jung oder alt!
Worum geht es im Kurs?
Führtraining, Handarbeit, Fahren vom Boden, Leitseil und so viel mehr. Es gibt endlose Möglichkeiten Zeit mit unseren Pferden am Boden zu verbringen. In diesem Kurs gebe ich euch neue Ideen mit auf den Weg oder wir schauen uns eure Themen zur Verfeinerung an.
Was musst du mitbringen?
Dem Wetter angemessene Kleidung, festes Schuhwerk, Handschuhe und gerne auch eine Reitkappe.
Für dein Pferd bringst du euer normales Equipment mit – Stallhalfter, Kappzaum, Knotenhalfter und Co. sind für mich fein. Ich habe außerdem genug Equipment zum Ausprobieren und Testen, damit werden natürlich auch die Schulpferde ausgestattet.
Bringe für dich bitte ausreichend Trinken für den Tag mit. Mittags machen wir ein buntes Buffet, zu dem jeder etwas beisteuert.
Tageskurs Bodenarbeit in Norddeutschland bei Neele Kühl auf dem Bucking-Horse-Stable. Teilnahme mit eigenen Pferden und Schulpferden.
Wer kann teilnehmen?
Jeder, der Spaß und Lust an gemeinsamer Zeit mit Pferden am Boden hat. Bodenarbeit bietet vielseitige Möglichkeiten und verfeinert die Kommunikation mit deinem Pferd.
Was musst du mitbringen?
Dem Wetter angemessene Kleidung, festes Schuhwerk, Handschuhe und gerne auch eine Reitkappe.
Für dein Pferd bringst du euer normales Equipment mit – Stallhalfter, Kappzaum, Knotenhalfter und Co. sind für mich fein. Ich habe außerdem genug Equipment zum Ausprobieren und Testen, damit werden natürlich auch die Schulpferde ausgestattet.
Bringe für dich bitte ausreichend Trinken für den Tag mit. Mittags machen wir ein buntes Buffet, zu dem jeder etwas beisteuert.
Wie läuft so ein Tag ab?
10:00 Uhr Beginn mit Kennenlernen und Vorbesprechung
Der Titel dieses Blogbeitrags ist wohl eine der Fragen, die mir im letzten halben Jahr am meisten gestellt wurde. Hää, aber du reitest doch, werden einige jetzt denken. Ja, das stimmt, ich reite, aber ein ganz bestimmtes Pferd reite ich eben nicht. Wieso, weshalb, warum – darum soll es hier heute gehen.
Mein Eventmustang
Du weißt nicht, um welches Pferd es geht? Na, um meinen kleinen Mustang Willow. Kurz zum Hintergrund: Willow ist Ende April 2019 als mein Eventpferd für das Mustang Makeover Germany aus den USA nach Deutschland geflogen. Das Ziel des Events ist es, einen beinahe komplett untrainierten Mustang in etwa 120 Tagen auf das Finale in Aachen vorzubereiten. Dort stehen eine Handling Class, zwei Reitprüfungen und ein Freestyle auf dem Programm. Im Vordergrund stehen Partnerschaft und Harmonie zwischen den Trainern und ihren Mustangs. Wenn ein Mustang noch nicht weit genug in der Ausbildung ist oder in der Kulisse beim Reiten überfordert wäre, dürfen alle Prüfungen auch an der Hand absolviert werden.
„Vor Willow habe ich sowas nie gemacht!“
Willow war eine ziemlich harte Nuss, die mich vor erheblich Herausforderungen gestellt und meinen gesamten „Werkzeugkasten“ an Methoden, Übungen und Herangehensweisen gefordert hat. Letzten Endes bin ich damit gar nicht ausgekommen, sondern musste mir neue Ansätze aneignen. Upps, das typische „Neele erzählt von Willow“-Syndrom hat mich gerade gepackt, ich schweife vom Thema ab.
My Gentle Willow – Mustang Makeover Germany – Neele Kühl Open-Minded Horsemanship – Westernreiten in Norddeutschland – Foto: Inga Maes
Mitte Juli war ich mit Willow soweit gekommen, dass die Grundvoraussetzungen, die ein Pferd erfüllen muss, bevor ich es reite, geschaffen waren. Er trug einen Sattel, ich konnte ihn vom Boden fahren, eine Lenkung war installiert, die Hinterhand und Vorhand konnten kontrolliert bewegt werden, und und und. Dann fing ich an ohne Sattel auf seinen Rücken zu hüpfen, drüber zu klettern, drauf zu liegen und auch zu sitzen. Nach einigen Tagen klappte all das super und ich fragte ihn das erste Mal nach einzelnen Schritten. Vorsichtig bewegte Willow ein Bein nach dem anderen und ich war absolut happy!
Unser erster Reitversuch
Am nächsten Tag ging es ins Roundpen, wo ich die ersten „richtigen“ Reitversuche starten wollte. Tja, nachdem es erst schon kurz ganz flüssig lief, kam es durch eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ dazu, dass ich im Sand landete. Kann passieren, ein Indianer kennt keinen Schmerz und nach einem Sturz muss man direkt wieder aufsteigen. So kennen wir das doch alle, nicht wahr? Nächster Versuch, Willow lief wieder artig los, doch vermutlich waren wir beide ein wenig angespannter und so kam es, dass ich wieder im Sand landete, dieses Mal mit dem Gesicht voraus. Sand schmeckt ziemlich ekelig und in Kombination mit Sonnencreme auf der Haut, sieht man danach wirklich nicht mehr schön aus. (Das habe ich zum Glück erst gesehen, als ich drinnen im Bad war und unter die Dusche konnte.)
My Gentle Willow – Mustang Makeover Germany – Neele Kühl Open-Minded Horsemanship – Westernreiten in Norddeutschland – Foto: https://www.instagram.com/meike.stahl/
Weiter mit den schlauen Sprüchen: Aller guten Dinge sind drei. Ich bin also wieder raufgehüpft und wollte losreiten. Dieses Mal wollte Willow sich allerdings nicht mehr bewegen. Das mag sich jetzt vermenschlicht anhören, aber es war so, als wolle er sagen, dass Bewegung eine doofe Idee sei, weil ich dann jedes Mal runterfliege. Mehr Druck fand ich eine schlechte Idee, sodass wir für diesen Tag aufhörten.
Wir bleiben dran
In den nächsten Tagen und Wochen haben wir weitergeübt, die Basis nochmals aufgearbeitet, verbessert und uns die ersten Male gefragt, warum ich eigentlich noch nicht reite. Mit verschiedenen Trainern sind wir dieser Frage nach gegangen, haben Ideen ausgetauscht, überlegt, welche Grundvoraussetzungen noch geschaffen werden müssen, doch so eine richtige Antwort auf die Frage konnte mir niemand geben. Wir waren uns alle einig, dass da etwas ist, was noch fehlt, diesen Baustein konnte aber niemand benennen/erkennen.
Vor dem Finale des MMOs dachte ich, es wäre die Zeit. Doch als wir Willow nach dem Finale wieder mit nach Hause nehmen durften und einige Wochen vergangen waren, strich ich diesen Punkt von der Liste…Willow wurde mit jedem Tag besser und das ist auch heute noch so. Mit jedem Tag lebt er sich mehr in der Herde ein, verhält sich offener und neugieriger, läuft entspannter und losgelassener, reagiert „besser“ auf Reize von außen, meistert „gruselige“ Situationen sicherer und so weiter.
Wer beantwortet endlich meine Frage?!
Ende November war Alex Madl zu einem Kurs bei uns. Ich erklärte ihm die Situation, zeigte einige Videos und stellte Willow dann auch im Kurs vor. Alex hat in den letzten Jahren mehr als 1500 Pferde gearbeitet und häufig landen bei ihm jene Pferde, deeren Besitzer keine großen Hoffnungen mehr hatten. Alex geht bei allen (Trainings-)Pferden auf Ursachenforschung und eignet sich sehr viel Wissen zu den verschiedensten Themen an. Genau durch dieses Wissen und seine Erfahrungen, konnte er mir endlich sagen, warum ich denn eigentlich noch nicht reite!
My Gentle Willow – Mustang Makeover Germany – Neele Kühl Open-Minded Horsemanship – Westernreiten in Norddeutschland – Foto: https://www.instagram.com/meike.stahl/
Ein drei-Punkte-Plan?
Alex hat drei Punkte erkannt, die mir direkt einleuchteten und an denen wir nun seit November arbeiten.
Hengstiges Verhalten
Die erste Vermutung, die wir noch nicht weiter verfolgt haben, an der man aber auch nicht viel ändern kann ist folgende: Willow war laut seinen Dokumenten acht Jahre Hengst, bevor er im Herbst 2018 gelegt wurde. Bei einer Kastration kann es wohl vorkommen, dass nicht alles vollständig entfernt wird, besonders in Fällen, in denen die Pferde nicht absolut „klinisch“ abgelegt werden zur OP. Ich kenne die Kastrationsbedingungen der Mustangs in den USA nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass es weit von deutschen Klinikstandards entfernt ist.
Natürlich ist Willow ein Wallach und kann definitiv keine Nachkommen mehr in die Welt setzen 😉 Aber unter Umständen könnten zu viele Hormone produziert werden, die eigentlich nicht mehr in dieser Menge da sein sollten. Dies führt dazu, dass diese Wallache nicht ganz in ihrem „neuen“ Leben ankommen und irgendwo zwischen einem Hengst und einem Wallach stecken. Alex kennt dieses Phänomen von vielen Hengsten, die aus Spanien kamen. Willow zeigt in der Herde absolut kein hengstiges Verhalten. Allerdings lässt er sich nicht gut und gerne vorwärts schicken, was wohl typisch für Hengste sein soll, allerdings hält sich meine Erfahrung mit Hengsten in Grenzen 😉
Physische Problemzonen
Der zweite Punkt ist ebenfalls physischen Ursprungs. Willow „hängt“ mit seinem Widerrist nach unten durch und dadurch entsteht ein riesiger Druck im Brustkorb. Ob es jetzt daran liegt, dass er in der Hinterhand überbaut ist, der Rumpftragemuskel zu schwach ausgeprägt ist oder eine andere Ursache vorliegt, kann ich euch nicht sagen. Dafür reicht mein anatomisches/physiologisches/… Wissen nicht aus. Fakt ist: Willow hängt durch und dadurch entstehen vermutlich so einige Schwierigkeiten.
My Gentle Willow – Mustang Makeover Germany – Neele Kühl Open-Minded Horsemanship – Westernreiten in Norddeutschland – Foto: https://www.instagram.com/meike.stahl/
Ein kleines Experiment für euch
Fahrt doch mal bei euren Pferden von der Bauchmitte aus die Gurtlage mit euren Händen nach oben. Normalerweise sollte sich das relativ eben und weich anfühlen. Und jetzt nehmt mal eure Hand, macht eine Faust und fahrt mit der anderen Hand über eure Fingerknöchel. Ziemlich hart und holprig, oder? Und genauso fühlt es sich bei Willow an. An einigen Tag mehr, an anderen weniger, aber immer sind da diese festen Stränge. Wenn wir jetzt bedenken, dass genau auf solchen Knubbeln der Sattel befestigt ist und die Gurtschnalle liegen, muss das unangenehm für das Pferd sein!
Gemeinsam mit ein paar Ansätzen von Alex, einigen Behandlungen und Übungen meiner Tierheilpraktikerin Julia Melcher und eigenen Ideen, kann ich diese Punkte inzwischen vor dem Satteln soweit lösen, dass Willow deutlich entspannter ist. Super gerne würde ich eine Lösung haben, um dieses Problem langfristiger und nachhaltiger lösen zu können, aber bisher haben wir noch nichts gefunden. Nach spätestens zwei Tagen hat Willow wieder diese harten Stränge. Ich gebe nicht auf, auch wenn Alex eher davon ausgeht, dass ich mich damit abfinden und leben muss. In seiner Karriere hatte er bisher etwa 10 Pferde die diese Problematik aufweisen. Alle waren sehr herausfordernd für ihn und bei keinem konnte er eine finale Methode zur Lösung der Stränge finden, auch wenn einige den Sprung ins Reitpferdeleben geschafft haben.
Energieniveau
Der dritte Punkt liegt definitiv an mir, war bereits mit anderen Pferden ein Punkt und Willow verstärkt das Ganze noch. Es geht um meine Energie und in unserem Fall um unser beider Energien. Ich glaube, dass ich meine Energie beim Reiten ziemlich gut kontrollieren kann und mich mit verschiedenen Pferden gut auf ein Energielevel einspielen kann, dass der jeweiligen Situation angemessen ist. Anders ist es in der Bodenarbeit. Schon im ersten Kurs mit Alex bei Amy war das Thema Energie ein Punkt, wenn auch nur am Rande. Häufig lasse ich mein Energielevel zu schnell fallen, wenn das Pferd die richtige Antwort gegeben hat.
My Gentle Willow – Mustang Makeover Germany – Neele Kühl Open-Minded Horsemanship – Westernreiten in Norddeutschland – Foto: https://www.instagram.com/meike.stahl/
Im Sommer durfte ich mit dem ehemaligen Lusitano von Arien Aguilar ein wenig in der Freiarbeit herumprobieren. Alegre kann wirklich viel, allerdings fiel es mir unglaublich schwer, meine Energie so zu nutzen, dass ich die auch nur einen Bruchteil aus ihm herausholen konnte. Ich musste super viel machen und habe nur winzige Reaktionen bekommen.
Ähnlich gestaltete sich das Thema auch mit Willow. Um auch nur ein wenig Vorwärtsbewegung von ihm zu erhalten, musste ich irre viel Energie einsetzen. Auf der anderen Seite kann ein winziger „Trigger“ ausreichen und Willow explodiert. Wir waren in einer kompletten Dysbalance unserer Energien. Über die Zeit haben wir zwei unsere Energieniveaus immer weiter heruntergeschraubt und aneinander angepasst. Eine ziemlich unschöne Spirale… Das Problem an der Sache? Spätestens wenn ich aufsteige und losreiten möchte, wird mein Energieniveau für Willow zu hoch sein und unter Umständen könnte er dies nicht händeln. Alex hat mir gezeigt, wie ich mit Willow arbeiten soll und ich denke, dass wir in den letzten Wochen riesige Fortschritte gemacht haben.
Und hier stehen wir heute
Ihr seht, wir haben einige Ursachen gefunden und versucht die Hürden zu beseitigen oder zumindest kleiner zu machen. Reiten tue ich immer noch nicht, aber wir verfolgen weiter den Weg und in diesem Fall ist der Weg wirklich das Ziel. Vermutlich hätte ich mit keinem anderen Pferd jemals so viel in so einer kurzen Zeit gelernt. Vielleicht wäre Willow bei einem anderen Trainer mit mehr Erfahrung, anderen Ansätzen, einer anderen Energie oder was auch immer schon lange ein Reitpferd. Aber das ist egal, schließlich ist er mein ganz persönliches Projekt und ich bin auf jeden kleinen Fortschritt unglaublich stolz – auf uns beide! Gerade dieses Wochenende (07./08.03.2020) war Alex wieder für einen Kurs bei uns. In einem der nächsten Blogbeiträge kann ich euch hoffentlich berichten, wie es lief, was Alex meint und wie wir weitermachen werden.
Und irgendwann wird die Frage: „Und warum reitest du noch nicht?!“ in Vergessenheit geraten, weil Willow und ich so unglaublich viele schöne Stunden im Sattel miteinander verbracht haben werden.
My Gentle Willow – Mustang Makeover Germany – Neele Kühl Open-Minded Horsemanship – Westernreiten in Norddeutschland
In diesem Blogbeitrag nehme ich dich mit auf eine Reise durch mein persönliches 2018. Begleite mich auch im neuen Jahr 2019, denn als Mustang Makeover Trainerin 2019 werde ich viel neues erleben und berichten!
Das neue Jahr startete mit einer Bastelstunde. Zu Weihnachten hatte ich einen „Trainingsstier“ geschenkt bekommen und im Januar tüftelten wir an dem Bau einer riesigen Flagge und eines Springseils. Drei wundervolle „Spielzeuge“ oder Trainingsutensilien, die ich bei Arien Aguilar kennenlernte alle viel zu selten nutze. In die Kategorie gehört auch noch unsere wundervolle Garrocha von Carsten Witschel. Für mich ist der Einsatz dieser Teile zum einen mit jeder Menge Spaß verbunden, zum anderen können große Trainingsfortschritte erzielt werden, da der Fokus auf ungewöhnlichere Schwerpunkte gesetzt wird und wir häufig lockerer bei der Sache sind. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ärgere ich mich direkt wieder ein wenig, dass ich so selten die Gelegenheit nutze, sowohl meinen Pferden als auch Reitschülern und mir Abwechslung zu bieten. Schauen wir mal, ob sich das in 2019 ändern lässt.
März – Kurse bei klirrender Kälte
Art of Horsemanship
Im März ging es für mich nach Lindlar auf die schöne Anlage von Silvana und Nina zum ersten Art of Horsemanship Trainerkurs. In fünf Tagen lernten wir in einer coolen Gruppe von Marina Perner die ersten Schritte der Grundausbildung eines Pferdes kennen. Es war super lehrreich und interessant, sich nochmal so intensiv und systematisch mit den ersten Übungen und Abläufen auseinander zu setzen. Besonders gut gefällt mir am Art of Horsemanship System, die Offenheit zwischen den Trainern und die produktiven Gespräche zum Austausch. AoH ist kein starres System, sondern lebt von und mit seinen Trainern, Schülern und Pferden.
Rinderkurs
Ein weiterer aufregender Moment im März, war meine erste Einheit im Rinderkurs mit meiner kleinen Amy. Sie war super mutig und hat den Samstagmorgen am Leitseil souverän gemeistert. Danke für das tolle Foto, Alexa.
April – Amys erster Galopp
Im April haben Amy und ich das erste Mal reitend an einem Kurs mit Alex Madl teilgenommen. Wir haben nicht nur ihr Talent für Log-over entdeckt, sondern ganz nebenbei auch den ersten Galopp mit Reiter entwickelt. Puh, sie war nach den Einheiten immer ganz schön müde, aber auch stolz, genau wie ich!
Mai und Juni
Meine Kurse 2018
Wie auch schon im letzten Jahr, wollte ich gerne viel mehr Kurse geben, als ich es letzten Endes getan habe. Ein paar schöne Aufnahmen aus den Kursen möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Es hat mir riesigen Spaß gemacht, die Minis, Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen auf ihren Wegen mit den Pferden zu begleiten! Besonders schön war der Cowboy-Kids Kurs mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren, bei dem mich meine liebe Cousine fachkundig unterstützt hat.
Abschied von unserer geliebten Chana
Im Mai mussten wir uns plötzlich und unerwartet von unserer großartigen und sehr geliebten Chana verabschieden. Sie fehlt uns noch immer, aber wir behalten all die schönen Momente in Erinnerung. Nach meinem Facebookpost haben uns unendlich viele kleine Geschichten erreicht, die Menschen aus ganz Deutschland mit unserer Chana verbinden. Von dem ersten Ritt bis zur Trainer B Prüfung hat Chana beinahe jede Aufgabe eines Schulpferdes und einer treuen Freundin erfüllt.
Gebrüder Lütke Westhues Auszeichnung
Außerdem wurden meine liebe Freundin und Trainerkollegin Denise Eisenberg und ich im Juni auf der FN-Bildungskonferenz mit der Gebrüder Lütke Westhues Auszeichnung geehrt, da wir den Trainer B im Oktober 2017 mit besonders guten Leistungen abgeschlossen hatten.
Im Juli und August hieß es für mich reiten, reiten, reiten. Ein bisschen verrückt und mutig hatte ich mich Mitte Juni dazu entschlossen, zwei Monate später das Silberne Westernreitabzeichen zu machen. Der Kurs sollte sowieso bei uns stattfinden, ich bekam ein Einstallerpferd zur Verfügung, das in seinem vorherigen Leben mal als erfolgreiches Turnierpferd unterwegs war und manchmal muss man eben auch ein bisschen verrückt sein. In nur zwei Monaten brachte mir der tolle Quarter-Horse-Wallach Lucky bei, wie man einhändig im Bit reitet, wie fliegende Wechsel geritten werden können und ganz nebenbei verpackten wir das noch in eine Wester Horsemanship, Western Riding und Trail Horse Pattern. Ich durfte in der Zeit unglaublich viel von Lucky lernen und er hat mir einen kleinen Vorgeschmack darauf gegeben, wie sich richtig gutes Reiten anfühlen kann.
Meine erste eigene Homepage mit Blog
Im April entschloss ich mich dazu, eine eigene Homepage aufzubauen und auch einen kleinen Blog einzurichten. Dabei ist einige Zeit ins Land gezogen, ebenso die ein oder andere schlaflose Nacht gepaart mit einer genervten Neele, da nicht alles auf Anhieb klappte. Dies ist nun schon mein dritter Blogpost und ich lerne immer mehr Tricks kennen 😉
Nach dem Westernreitabzeichen II habe ich auch alle anderen Kurstage bei Marina mitgemacht. Individual Training, Basic Reining, Ranch Riding und der große Playday zum Abschluss einer tollen Zeit. Um Amy ein wenig zu schonen, habe ich für den Playday Yoda als Partner gewählt und wir konnten sogar vier Schleifen gewinnen!
Spaßtrail
Zum Abschluss des Augustes gab es dann noch einen Spaßtrail-Kurstag mit Mama, an dem ich mit Amy teilgenommen habe. Wir konnten gemeinsam alle Hindernisse sowohl vom Boden als auch aus dem Sattel meistern und ich bin deswegen noch immer ziemlich stolz auf Amy!
September – Dezember
Rinderkurs mit Amy
Ich darf seit etwa zehn Jahren an Rinderkursen teilnehmen. Zu Anfang mit Gordi war alles relativ einfach, da er den Job kannte und auf mich aufpasste. Als ich dann die junge Saphira an die Kühe heranführen wollte, hätte ich die mutige sein müssen. Ich habe mich vom Boden jedoch ziemlich angestellt und hatte riesigen Respekt vor den Kleinen. Im letzten Jahr konnte ich dann all die Sorgen überwinden und mit Saphira riesige Fortschritte machen. Als es im März und September mit Amy an die Kühe ging, waren bei mir alle Probleme aufgelöst und somit konnte ich ihr den Start als Cowhorse deutlich leichter gestalten.
Amanda Barton
Im Juni und im Oktober konnte ich einmal mit Saphira und einmal mit Amy an den Kursen von Amanda teilnehmen. Mitte September ging es für mich sogar wieder für einige Tage nach England. Ich habe Familie Barton besucht, lecker gegessen, einen tollen Ausflug zu einem Cross Country Turnier gemacht, eine Einheit Mounted Games mit vielen Kindern und frechen Ponies unterstützt und ein klein wenig bei der Einrichtung des neuen Trainingszentrums Tilefield Equestrian geholfen.
Art of Horsemanship II
Im Oktober ging es für mich ein zweites Mal in diesem Jahr in Richtung Köln. Erfolgreich konnte ich nächste Stufe der Art of Horsemanship Lizenz erreichen. Einen ausführlichen Beitrag findest du hier.
Im Oktober ging es für mich ein zweites Mal in diesem Jahr in Richtung Köln. Erfolgreich konnte ich nächste Stufe der Art of Horsemanship Lizenz erreichen. Einen ausführlichen Beitrag findest du hier.
Henning Daude auf dem Bucking-Horse-Stable
Besser als alle Worte können Riadhs Fotos und Videos den Kurs beschreiben!
Anfang Dezember kam nach einer gefühlt ewigen Zeit des Wartens der Anruf, dass ich als Trainerin bei der Mustang Makeover Trainer Challenge 2019 dabei sein werde! In den sozialen Medien, meiner Trainerseite und zusammengefasst hier werdet ihr auf dem Laufenden gehalten.
Hier seht ihr mein Vorstellungsvideo
Der Jahresabschluss – unser Weihnachtsreiten
Beim diesjährigen Weihnachtsreiten durfte ich Mamas Stute Blue in der großen Quadrille reiten. Insgesamt war ich sie vorher zweimal geritten, beide Male nur in der Quadrillenprobe, die für sie komplett neu war. Kein Problem für Blue, gemeinsam mit mir ist sie souverän durch die Halle getrabt und hat auch den Applaus genossen. Meine drei Zwerge haben auf Blacky gezeigt, was sie im vergangenen Jahr gelernt haben und alle drei sind vor Stolz beinahe geplatzt. Denise, ihre Reitschüler und unsere Schulpferde haben sich wieder einmal selbst übertroffen und die Messlatte für das nächste Jahr ziemlich hoch gelegt. Damit ging es für den Großteil der Schulpferde und Reitschüler in die wohlverdienten Weihnachtsferien und mein Jahresrückblick findet einen runden Abschluss 😉
Vor etwa eineinhalb Jahren saß ich abends in meinem Studentenzimmer in Lüneburg und habe nach einer Möglichkeit zum Prokrastinieren gesucht. Schon länger spukte mir der Gedanke im Kopf herum, ein eigenes Business rund um die Arbeit mit Pferden aufzubauen. Und was ist da definitiv der erste Schritt? Genau, man erstellt eine Facebookseite! Dafür brauchte ich jedoch noch einen Namen…
Neele Kühl
Einige Tage und Nächte habe ich im Internet gesucht, wie Namen für Businessideen, Projekte, Produkte, etc. kreiert werden. Puh, ich kann dir sagen, es gibt da wirklich viele schlaue Ratgeber zu! Ich habe es zum Beispiel mit Wortneuschöpfungen, englischen Wörtern und sogar Namensgeneratoren versucht. Das passte alles nicht zu mir und meiner Idee… Wie genau ich bei „Open-Minded Horsemanship“ gelandet bin, kann ich dir gar nicht mehr konkret sagen. Aber irgendwann schwirrten diese Wörter durch meinen Kopf und ich dachte mir, das ist es!
Die Bedeutung dieser drei magischen Worte
Neele Kühl Open-Minded Horsemanship
„Open-Minded“ wird mit aufgeschlossen, unvoreingenommen und vorurteilsfrei (Pons), tolerant und offen (linguee), weltoffen und vorurteilslos (www.dict.cc) übersetzt. Fragt man den Thesaurus nach Synonymen, spuckt er Worte wie aufnahmefähig, wach, zugänglich, verständig, aufgeklärt, einsichtsvoll, gerecht, kontaktfreudig, interessiert und ansprechbar aus. Wow, eine ganze Menge, die rein objektiv dahintersteckt! Doch was bedeuten diese Worte für mich und meinen Umgang mit Pferden und Menschen?
Open-Minded
Jedes Pferd, jeder Mensch, jeder Schüler, jeder Trainer und jedes System sind ein bisschen anders als alle anderen, und doch steht immer das Pferd im Mittelpunkt. Ich glaube daran, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, die Pferdewelt mit jeder klitzekleinen Handlung besser zu machen. Ob du dabei einen Dressursattel, einen Westernsattel, ein Reitpad oder etwas anderes nutzt, steht für mich im Hintergrund. Wichtig ist der Austausch zwischen dir und mir, Stallnachbarn, Kollegen, Reitschülern und Reitlehrern. Und in genau diesem Austausch müssen wir „open-minded“ sein. Wir müssen offen und aufnahmefähig für die Erklärungen des Anderen sein. Wir müssen verständig, interessiert und gerecht sein. Dabei müssen wir wach sein und aufmerksam wahrnehmen, verständnisvoll verarbeiten und klar für uns beurteilen, ob wir zustimmen, Rückfragen haben, etwas unterschiedlich sehen oder es für uns (noch) nicht passt.
Genauso müssen wir dem Anderen unsere Sicht der Dinge vermitteln. Auch dafür müssen wir „open-minded“ sein, so können wir vieles verständlicher in die Welt heraustragen.
Horsemanship
Neele Kühl und Todaysyourluckyday
„Horsemanship“ ist ein seit Jahren genutzter Begriff, der von verschiedensten Leuten für verschiedenste Dinge gebraucht wird und dadurch viele Gestalten angenommen hat. Horsemanship ist für mich nicht nur eine Turnierdisziplin oder eine Art zu reiten, viel mehr beschreibt das Wort meine Beziehung zu Pferden, Menschen, Tieren und Aufgaben. Horsemanship ist meine Lebenseinstellung. Dabei geht es mir um eine klare, verständliche Kommunikation, einen respektvollen Umgang, das Wissen um die Bedürfnisse, Ängste und Wünsche meines Gegenübers, und lebenslanges Lernen, denn wir können nie genug Wissen. Was verstehst du unter Horsemanship? Teile bitte deine Gedanken per E-Mail, Facebook, Instagram oder WhatsApp mit mir!
Neele Kühl – Open-Minded Horsemanship
Unter dem Namen „Neele Kühl – Open-Minded Horsemanship“ bilde ich meine Pferde aus, unterrichte, besuche Fortbildungen, gebe Kurse und freue mich über jeden Austausch mit allen, die ebenfalls open-minded sind, auch mit dir! Im Großen und Ganzen weißt du jetzt, was hinter dem Namen „Open-Minded Horsemanship“ steht. Wenn du mehr wissen willst, lese auch meine nächsten Blogbeiträge, verfolge meine Arbeit in den sozialen Medien, besuche meine Kurse und buche Reitunterricht mit mir! Ich freue mich, dich kennen zu lernen.